Wünsche erfüllen

Ich kenne viele Menschen, die sich wünschen, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Das 'positive Denken' rät dann ja dazu, sich gedanklich vorzustellen, wie es sich anfühlt, wenn man sein Ziel erreicht hat. Man soll also visualisieren, was (noch) nicht ist.

Du musst also nur stark genug an Deine Ziele glauben und dann erfüllen sie sich auch. So oder ähnlich verkünden es fast alle Erfolgsgurus der Nation...

Hmm... habe ich jahrelang auch so gemacht. Und es funktioniert tatsächlich.

Das Problem dabei ist nur, dass man dann auch das hat, was man sich erträumt und herbeigerufen hat.

Mittlerweile möchte ich gar nicht mehr, dass sich meine Wünsche erfüllen, sondern, das geschieht, was das Beste für mich ist.

Ich bete also darum, das Gottes* Wille geschieht und nicht meiner. Darum, dass ich aufmerksam genug bin, zu erkennen, wie Gottes Plan für mich aussieht und dass ich genug Mut und Kraft habe, seinem Plan für mich zu folgen.

So nehme ich mein kleines Selbst zurück. O.k. ich versuche es :-) Manchmal gelingt es ganz gut, ein anderes Mal ist mein Ego zu stark und ich falle in alte Gewohnheiten zurück...

Aber immer wieder wird mir klar: Es macht keinen Sinn, meinem kleinen begrenzten Ego zu folgen. Es geht darum, den Willen Gottes in meinem Leben zu erkennen und seinen Weg für mich zu gehen.

Hier noch eine schöne Geschichte zum Thema:

Man wird sehen

Ein Bauer hatte ein Pferd, aber eines Tages lief es fort und der Bauer und sein Sohn mussten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten: “Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist!”. Aber der Bauer antwortete: “man wird sehen”.

Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte: “man wird sehen”.

Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der wilden Pferde zu reiten – aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder: “man wird sehen”.

Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause: “Was für ein Glück, dass dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur: “man wird sehen”.

P.S. ...wenn Ihnen Gott zu religiös ist, können Sie es jederzeit mit 'das Leben', das Universum', etc. ersetzen...

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